Sommerurlaub Norwegen 2015

Anreise nach Norwegen

In der Nacht von Freitag auf Samstag ging es bei strömenden Regen los Richtung Fehmarn. Dort haben wir die Fähre der Scandlines von Puttgarden nach Rodby genommen. Um etwas Geld zu sparen haben wir uns für das Kombiticket mit Fähre und Öresundbrücke entschieden. Es hat immer noch geregnet. Dafür war der Verkehr sehr flüssig und wir haben uns entschieden bis Schweden durch zu fahren. Unser erster Stop war somit in Tvaaker bei Falkenberg. Der Camping Björkängs war an sich sehr schön und ruhig gelegen mit direktem Zugang zur Nordsee. Allerdings hatten wir wohl ein sehr ungünstiges Wochenende erwischt, da es nämlich bis Nachts um 1 Uhr sehr laut war und an schlafen nicht zu denken war. Außer Martin. Der würde auch den Weltuntergang verschlafen. Am nächsten Tag, es regnete immernoch, fuhren wir zum groß beworbenen Kaufhaus Gekas in Ullared. Dies war für uns allerdings eher enttäuschend und den Wirbel darum haben wir nicht verstanden. Die als billig angepriesenen Preise glichen den Standartpreisen in Deutschland. So waren wir schnell durch und die Reise ging weiter. Nächstes Ziel war Norwegen. Ursprünglich stand Oslo auf dem Plan aber da das Wetter immer noch sehr bescheiden war, es regnete in Strömen, fuhren wir durch bis kurz vor Lillehammer.

Hoch in den Norden von Norwegen

Wir steuerten den Campingplatz Sveastranda an, welcher direkt an dem See Mjosa gelegen war. Wir ergatterten mit unserem Dachzelt einen Platz mit direktem Blick auf den See. Das Wetter wurde besser, der Platz war sehr schön und daher beschlossen wir, noch eine Nacht länger zu bleiben. Wir nutzen das schöne Wetter und erkundeten die Gegend. Dabei fanden wir einen kleinen Pfad in den Wald hinein, parralell zu einem Bach. Der Weg war zum Teil kaum noch erkennbar, versperrt mit Holzstämmen und das Ziel war uns auch nicht bekannt. Schließlich kamen wir bei einem kleinen Wasserfall raus. An dieser Stelle haben wir dann festgestellt das solche Wanderungen nicht unbedingt für Schwagere geeignet sind. Den Rest des Tages verbrachten wir mit lesen und Cross Boule.
Am nächten Morgen ging es im Regen in Richtung Lillehammer, wo wir mit strahlendem Sonnenschein empfangen wurden. Ziel sollte das Olympiamuseum sein. Jedoch fanden wir es am angesagten Ort nicht vor. Stattdessen waren wir Mitten im Olympischen Dorf mit Eishockeyhalle und Skischanze. Wir machten das Beste daraus und fuhren weiter hoch um Die Schischanze näher zu betrachten. Vor Ort hatten wir dann das Glück einen traumhaften Ausblick über Lillehammer zu ergattern und dabei noch ein paar Skispringern zu zu schauen. Martin wollte jedoch unbedingt auch ins Olympiamuseum. Also Handy an und im ADAC Tourset erneut suchen. Diesmal bekamen wir eine andere Adresse angezeigt und machten uns auf den Weg ins Dorf. Doch auch an der Adresse war das Museum nicht zu finden. So spazierten wir durch die Olympiastadt Lillehammer in der Hoffnung es eventuell doch noch zu finden. Wir fanden eine sehr schöne Innenstadt mit vielen kleinen Geschäften aber leider kein Museum. Nach langem, erfolglosem Suchen, entschieden wir uns, im Kunstmuseum nachzufragen. Hier erfuhren wir dann, dass das Opympiamuseum aktuell geschlossen ist, weil es umzieht. Enttäuscht und völlig erschöpft ging es also zum Auto und weiter zum nächsten Ziel. Wir steuerten den Campingplatz Mana-Camping in Mandalen an. Hier wurden wir überrascht. Bisher hatten wir nur sehr wenige Deutsche gesehen. Dieser Campingplatz war jedoch komplett in deutscher Hand. Kleiner, beschaulicher Campingplatz, direkt am Fjord und somit perfekt für Angler und Bootsfahrer. Leider meinte es das Wetter nicht gut mit uns. So langsam ging die Laune echt in den Keller. Jeden Tag Regen. Und das im Sommerurlaub. Aber es half nichts. Wir mussten das Beste daraus machen. Auf dem Plan stand der Trollstigen.

Ab in den Süden

Trotz sch…. Wetter ging es los in Richtung Trollstigen. Der Trollstigen überwindet mit seinen elf Serpentinen eine Höhe von annähernd 800 Höhenmetern aufwärts. Oben angekommen riss der Himmel auf und wir konnten die Sonne sehen. Bei recht frischen und windigen 11 Grad Celsius genossen wir die neue Aussichtsplattform am Gipfel der Trollstigen. Nach kurzem Aufenthalt ging es weiter in Richtung Geirangerfjord.
Laut unseren Informationen herrschten zuhause um die 40 Grad Celsius und wir machten uns im Yeti Sorgen um Schneeverwehungen. Den neben der Strasse waren weite Schneefelder auszumachen und auch die Berge waren noch mit Schneemassen bedeckt. Das Schmelzwasser dieser Schneemassen sorgt dafür das an Steilhängen sehr viele Wasserfälle auszumachen sind. Kurz vor dem Ziel, führten Serpentinen runter zum Fjord und wir hatten einen atemberaubenden Ausblick auf das Örtchen Geiranger. Dort lag ein Kreuzfahrtschiff der Reederei MSC vor Anker und der Ort war überfüllt mit Tagestouristen. Auf dem Camping Geiranger suchten wir uns einen Platz in zentraler Lage. Natalie wollte sich etwas ausruhen da die Bergtour doch sehr anstrengend für sie war. Ich hatte ein Schild ausgemacht mit dem Wort Wasserfall, den musste ich mir anschauen. Der Weg zum Wasserfall war recht kurz, aber mit einigen Treppen versehen. Der Wasserfall war beeindruckend und ich war froh über meine GoPro. Pitsche nass bin ich zurück zum Yeti gewandert. In der Abendsonne ließen wir den Tag ausklingen. Da der Bach des Wasserfalls durch den Campingplatz verläuft, war es keine stille Nacht. Dies und die Tatsache das ZWEI Kreuzfahrtschiffe, die Mein Schiff 4 und eine AIDA, im Fjord geankert hatten, entschlossen wir uns weiter zu fahren.
Da uns die Strecke nach Bergen zu lang war und wir im Urlaub sind. Hatten wir einen Zwischenstopp in Forde eingelegt. Nach einer Recht lauten Nacht, mit Hubschraubereinsatz, weiter nach Bergen.

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